Konzert in Leezen

 Foto: Christian Mönnich

Zum bereits dritten Mal werden wir heute in der Kirche in Leezen auftreten, sozusagen in der Heimat unseres Chorleiters.

An der Kirche angekommen, parken wir vor dem Gasthof, in dem wir später noch essen werden. Doch erst einmal geht es in die Kirche, in der bereits die Musikanlage aufgebaut ist und in diesem Moment der Soundcheck der Instrumente stattfindet. So werden wir auch sofort aufgefordert, uns leise zu verhalten.

Wenig später beginnt das Einsingen und wir widmen uns besonders dem Song of the earth, den wir heute erstmals öffentlich singen werden. Es hakt noch hier und da. Die Töne hatte ich heute Nachmittag tatsächlich teilweise geübt, aber jetzt merke ich, dass es bei den Einsätzen hapert. Heiko ist jedoch gewohnt optimistisch und entschlossen, das Stück aufzuführen.

Um 19:00 ziehen wir mit Sing a new song in eine gut besuchte Kirche ein. Anschließend ergreift die Pastorin das Wort und begrüßt uns ausgesprochen herzlich. Sie wendet sich auch noch einmal direkt an Heiko und dankt ihm dafür, dass er als Chorleiter in der Kirchengemeinde einspringt, wenn Not am Mann ist. „Danke, danke, danke!“, endet sie. Der gemischte Chor Leezen, den Heiko ebenfalls leitet, sitzt heute zu einem großen Teil im Publikum.

Jetzt begrüßt Gaby G. seitens Gospelboat die Zuhörer. Sie kündigt an, dass wir beabsichtigen, Sonne in die Herzen bringen, die in den letzten Tagen gefehlt hätte. Diesen Versuch starten wir jetzt auch mit dem bekannten Michael row the boat ashore, bei dem viele unserer Besucher mitsingen.

Bärbel sagt die folgenden Stücke an, zunächst Ain´t no rock. „Es ist kein Stein, was soll das für ein Titel sein?“, fragt sie sich und uns. Dann aber erklärt sie uns den Text, der in etwa lautet: Da ist kein Stein, der für mich weinen kann, kein Vogel, der für mich singen kann und kein Baum, der seine Äste so hoch strecken kann wie ich, wenn ich Gott preise. Interessant! Um den Text hatte ich mir bislang nie wirklich Gedanken gemacht.

Nach Mary did you know folgt dann unsere heutige Premiere. Ja, was soll ich sagen? Der Song of the earth ist noch nicht perfekt. Der Klang in der Kirche gefällt mir aber sehr. Zwischendurch sind wir auseinander (auch weil ich zu früh eingesetzt habe), aber Heiko reagiert blitzschnell und bringt uns wieder zusammen.

Nachdem wir das Lied erfolgreich zu Ende gebracht haben, übernimmt er selbst die nächste Ansage. My words und Hallelujah von Leonard Cohen stehen auf dem Programm. Heiko fasst fünf Strophen des Letzteren inhaltlich zusammen und meint am Ende, es gäbe insgesamt 80, „aber den Rest lassen wir mal lieber weg.“ Alle lachen.

Beide Stücke sind eher getragen und genauso geht es weiter mit Jesus is right here now und Sing over me. Mit Ain´t gonna let nobody turn me around wird es wieder kraftvoller und dann singen wir das im Schlussteil sehr gewaltige This is the Lord´s doing. Ich finde es wie immer wunderschön. So marvellous!

In meiner nächsten Ansage erzähle ich, dass wir How great is our God aus Schweden mitgebracht haben und unseren Chorleiter erst davon überzeugen mussten, es ins Repertoire aufzunehmen. Am Klavier wechseln sich heute wieder insgesamt drei Sängerinnen ab, da unsere „Haupt-Pianistin“ weiterhin krank ist.  Bei den Instrumentalisten ist somit wieder viel Bewegung im Spiel. Vom Cajón zum Klavier, vom Klavier zur Schelle, von der Schelle zum Chor usw. Wir haben wirklich Ressourcen, was das angeht!

Langsam nähern wir uns dem Ende unseres Programms, schwungvolle und langsamere Lieder wechseln. Es ist zu merken, dass wir heute fachkundiges Publikum haben, sprich es sind viele Sänger anwesend. Ich sehe viele Zuhörer singen. Im sechs Minuten langen Medley verstecken sich mehrere bekannte Songs, es lädt daher zum Mitsingen ein. Schließlich avisiert Gaby die letzten beiden Stücke und zwar Yes I´m coming home und Higher and higher.

Nachfolgend erhebt sich unser Publikum und klatscht begeistert. Heiko stellt zunächst die Band und unseren Techniker Michael vor, bevor wir als Zugaben den alten Gospel-Klassiker Oh happy day und Born again singen. Hinterher übergibt Heiko das Mikro wieder an die Pastorin, die sich nochmals bedankt und ihrer Hoffnung Ausdruck gibt, dass es ein weiteres Konzert geben wird.

Wir beschließen den Abend wie schon erwähnt im Gasthof nebenan. Ein schöner Abschluss des gelungenen Abends!

Gaby von der Heydt

Heute singen wir in der Michaeliskirche in Schuby. Bereits vor acht Jahren haben wir hier ein Konzert gegeben.

Schon damals gefiel mir die Kirche ausgesprochen gut, so auch heute. Sie hat eine fast gemütliche Größe und drei Emporen.

Wir singen uns ein und dabei steht heute vor allem das Lied Jesus, Jesus Majesty im Vordergrund. Seit einigen Monaten proben wir es und heute wird die Auftrittspremiere sein.  Auch This is the Lord´s doing  ist relativ neu, so dass wir dies jetzt ebenfalls durchsingen.

Die Kirche ist noch leer. Es ist 17:30, normalerweise sind zu dieser Zeit bereits Zuschauer anwesend. Doch einige Minuten später strömen sie plötzlich herein. Offenbar hatten sie noch vor der Tür gewartet. Jetzt wird die Kirche schlagartig voll. Gut, dass wir fast mit dem Einsingen fertig sind.

Um 18:00 beginnen wir mit dem Konzert. Wir starten wie gewohnt mit Sing a new song, während der Chor in die Kirche einzieht. Die Instrumentalisten und wir Solisten stehen bereits vorn.  Uups, da setzt der Chor bei der A-capella-Strophe plötzlich nicht ein. Dann aber doch und wir bringen das Stück normal zu Ende. Das fängt ja gut an…

Gaby G. übernimmt jetzt die Begrüßung und heißt das Publikum willkommen.  Sie fasst sich aber kurz, da die Pastorin Frau Popp auch schon in den Startlöchern steht und ebenfalls den Chor und das Publikum herzlich begrüßen möchte.

Es geht mit Michael row the boat ashore weiter. Ich sehe schon Zuhörer mitsingen, toll! Dann tritt Bärbel vor das Mikro und beginnt: „Ich bin die Ansage Nr. 2 und sage die Lieder 2 und 22 an.“ Alle lachen. Ain´t no rock und My words sind die nächsten beiden Lieder. Zu letzterem merkt Bärbel an, dass heute viel gesagt und wenig von Bedeutung sei. In diesem Stück gehe es jedoch um Worte, die bleiben. „My words will stay!“

Nach diesen beiden Songs folgt nun die Premiere von Jesus, Jesus Majesty. Annette übernimmt das Solo und strahlt den Chor und vermutlich auch das Publikum an. Es ist ein Stimmungslied und sehr schwungvoll. Begeistert wird hinterher geklatscht und meine Nachbarin raunt mir zu: „Das ist ´ne Rampensau“, worüber ich lachen muss. Aber es stimmt, Annette fühlt sich als Solistin offensichtlich sehr wohl!

Das anschließende Hallelujah finde ich persönlich wieder sehr schön, den Zuhörern scheint es genauso zu gehen. 

Ulrike erzählt in ihrer nächsten Ansage, dass die Meinung vertreten wird, dass Singen Bunjee-Jumping für die Stimme sei. Mir ist in diesem Moment nicht klar, was sie damit meint, aber sie erklärt es mir hinterher: Beim Singen werden die Stimmbänder ständig angespannt und wieder gelöst und so geht es auch dem Seil beim Springen.

Das nächste Lied sei You´ve got a friend meint sie. Stimmt, das haben wir früher auch gesungen! Aber jetzt verbessert sie sich und sagt: Friend of God.   Das nachfolgende  Sing over me singen wir teilweise gemeinsam mit dem Publikum, was die Stimmung weiter steigen lässt.

Nach dem gewohnt kraftvollen Ain´t gonna let nobody folgt das emotionale This is the Lord´s doing. Es beginnt leise und wird im Verlauf immer lauter und intensiver. Ich finde es großartig! So scheint es auch beim Publikum anzukommen!

Erneut  tritt Bärbel vor das Mikrofon und bemerkt: „Das nächste Lied ist nicht ganz so …gewaltig.“ Da hat sie Recht, Jesus on the mainline ist aber viel schwungvoller, ein absolutes Stimmungslied, bei dem die Zuschauer richtig mitgehen. So auch beim nächsten Song, fast ein Klassiker bei Gospelboat: I´m going to wait on Jesus. Vorher aber sucht unsere Pianistin erstmal ihre Noten…wir warten. Heiko sagt scherzhaft zum Publikum: „Wir stellen das jetzt szenisch dar.“

Dann aber kommt Bewegung ins Spiel und so wechseln sich getragene und schnelle Songs ab. Nach anderthalb Stunden sind wir bei unserem letzten Stück Yes, I´m coming home angekommen.  Die Zuhörer erheben sich von den Bänken und applaudieren.

Die Pastorin kommt erneut nach vorn und bedankt sich. Natürlich haben wir noch einige Zugaben an Bord…Higher and higher, Oh happy day und How I got over runden den Abend ab.

Die Zuhörer sind sichtlich begeistert und auch uns hat der Abend richtig Spaß gemacht. Er ist allerdings noch lange nicht zu Ende, denn wir lassen ihn heute mit einer kleinen Chorparty bei zwei Chormitgliedern in Schuby  ausklingen.

Danke, Susanne und Thomas!

Gaby von der Heydt

Gospelboat probt samstags von 17-19 Uhr im Gemeindehaus der Vicelinkirche (Harmsstraße, Ecke Zastrowstraße) in Kiel.

Sie möchten auch bei Gospelboat hineinschnuppern? Kein Problem! smiley wink Herzlich willkommen!

Sollte einmal eine Probe ausfallen oder abweichend von oben angegebener Zeit und Ort stattfinden, so ist dies → unter dem Menüpunkt Termine vermerkt: